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25.08.2011, 09:29
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Solarfirma in Not:
Q-Cells prüft Pleiteversicherung
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2010 ftd.de
Exklusiv
Weil der Hersteller in Schwierigkeiten steckt, schrecken Käufer vielfach vor dem Erwerb von Sonnenstromanlagen aus Bitterfeld zurück. Q-Cells will das mit einer Garantie verhindern.
von Kathrin Werner Hamburg
Q-Cells reagiert auf die Pleiteängste der Kunden. Solaranlagenkäufer und Banker schrecken derzeit vor Produkten des Bitterfelder Unternehmens zurück, weil sie fürchten, dass der Solarkonzern in die Insolvenz rutscht und dann bei Garantiefällen nicht mehr zahlen kann, heißt es in Branchenkreisen. Um die Kunden zu beruhigen, liebäugelt das chronisch defizitäre Unternehmen nun mit einer Versicherung für Garantieansprüche bei Pleiten - einer Art Lebensversicherung.
"Ich bin fest überzeugt, dass wir die Garantiezeiten, die wir geben, auch überleben werden", sagte Konzernchef Nedim Cen im Gespräch mit der FTD. "Wir überlegen im Moment außerdem eine Versicherungslösung für unsere Module, durch die das Modul aber auch nicht zu teuer werden darf." Die Kosten für den Schutz muss Q-Cells auf den Kunden umlegen.
Kursinformationen und Charts
Mit diesem Schritt gesteht der Konzern den wachsenden Vertrauensverlust ein. Die Lage ist desaströs: Schrumpfende Nachfrage und ein dramatischer Preisverfall bescherten im vergangenen Quartal riesige Abschreibungen und einen Nettoverlust von 354,8 Mio. Euro - mehr als der Umsatz.
Auch im Gesamtjahr werden Verluste anfallen. Seit Anfang August ist die Aktie des einstigen Börsenstars ein Penny-Stock. Der Cashflow ist dauernd negativ und zu allem Überfluss muss das Unternehmen im Februar 2012 noch rund 200 Mio. Euro für eine Wandelanleihe zurückzahlen.
Stärker als bei den Käufern sei der Vertrauensverlust bei Bankern, sagte Cen, den der Aufsichtsrat 2009 von der Restrukturierungsberatung Alvarez & Marsal geholt hatte, um Q-Cells zu sanieren. "Während chinesische Firmen von ihren Banken gefördert werden und fast unbegrenzt Zugang zu Krediten bekommen, ist das bei uns gegenläufig." Bei Großprojekten würden deutsche Banken chinesische Hersteller bevorzugen, weil sie fünf bis acht Prozent billiger sind.
Teil 2: Hedge-Fonds erwägen Einstieg
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Aus der FTD vom 25.08.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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