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Merken   Drucken   25.01.2012, 21:00 Schriftgröße: AAA

Windkraft in den USA: Obamas verpatzte Energiewende  

Premium Der Schwenk auf erneuerbare Energien sollte eines der großen Projekte des US-Präsidenten werden. Doch er löst seine Versprechen nicht ein. Windkraftfirmen, die im Vertrauen auf ihn investiert haben, droht ein böses Erwachen. von Kathrin Werner  Abu Dhabi, Matthias Ruch  New York und Angela Maier  München
Die Windindustrie fürchtet den Zusammenbruch ihres größten Hoffnungsmarkts: der USA. "Wir rechnen noch mit einem kurzen Boom in diesem Jahr und einem dramatischen Einbruch 2013", sagte Steve Bolze im Gespräch mit der FTD. Als Chef der Energiesparte des US-Konzerns General Electric (GE) zählt er zu den führenden Energiemanagern des Landes.
Dabei klang anfangs alles so gut: Nach seinem Antritt als Präsident 2009 hatte Barack Obama verkündet, das Land solle bis 2025 mindestens 25 Prozent des Stroms erneuerbar erzeugen. Den Großteil sollten Windräder beisteuern. Die Branche jubilierte.
Drei Jahre später scheint dieses Ziel ebenso unrealistisch wie die Renaissance der Kernkraft, die Obama ausgerufen hatte, um die alten Kohlekraftwerke vom Netz nehmen zu können. Der Windmarkt bricht ein, Amerika setzt weiter auf Kohle und Gas, die Energiewende bleibt aus. "Der US-Energiepolitik fehlt Berechenbarkeit", kritisierte GE-Manager Bolze.

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