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Es steht viel auf dem Spiel: die Zukunft des Unternehmens. Am Donnerstag legt
General Motors in Detroit die Bilanz des vergangenen Jahres vor. Schon im Vorfeld sickerte durch, GM erwarte mit über 8 Mrd. Dollar ein Rekordergebnis. Und Opel? "Horrorzahlen", verlautete aus informierten Kreisen.
Thomas Sedran weiß ganz genau, wo Opel steht. 2009 kam er für GM als Unternehmensberater von Alix Partners, zuvor war er für Roland Berger tätig. Aus dieser Zeit kennt er Daimler und VW gut. Dieses Wissen soll er ab dem 1. April für Opel einsetzen. Dann tritt er den eigens für ihn geschaffenen Vorstandsposten Operations, Geschäftsentwicklung und Unternehmensstrategie an.
Als GM Sedran nach Rüsselsheim schickte, stand Opel zum Verkauf. Der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna zeigte Interesse, Chinesen boten, und auch
Fiat buhlte um Opel. Mit der Bundesregierung feilschte der Traditionsautobauer um Kredite, mit den Gewerkschaften um Lohnverzicht und mit der amerikanischen Mutter um eine Zukunft unter neuer Flagge. Am Ende entschied sich GM um und behielt Opel doch.
Sedran zog damals im Hintergrund die Strippen. Doch für wen er das tat - Opel oder GM -, mögen Beobachter nicht einschätzen. Zwar engagierte ihn GM. Opel-Aufsichtsräten gilt er jedoch gleichfalls als "loyal". Er sei keiner, der mit seiner Meinung hinter dem Berg hält. Egal, wer seine Rechnung zahlt. "Für Geld macht er den Opel-Job nicht", heißt es.