Kostenloses Girokonto

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Kostenloses Girokonto2018-11-30T12:58:56+00:00

Girokonto kostenlos – Gebühren sparen beim Zahlungsverkehr

Das Girokonto erzählt eindeutig zu den Bankprodukten, die bei den Kunden die meisten Kosten verursachen. Dennoch ist gerade dieses Konto nahezu unverzichtbar, denn spätestens ab dem Zeitpunkt, ab dem Sie ein Gehalt, eine Ausbildungsvergütung oder sonstige Einnahmen erhalten, ist es notwendig, ein Girokonto zu eröffnen. Aufgrund des vielfältigen Angebots am Markt ist allerdings so, dass nicht zwangsläufig jedes Girokonto mit Kosten verbunden sein muss, denn manche Banken bieten das Girokonto kostenlos an.

Für Kurzentschlossene: TOP-3 Kostenloses Girokonto

Anbieter Besonderheiten
>> DKB
  • Keine Kontoführungsgebühr
  • Weltweit kostenlos Bargeld
  • Keine Fremdwährungsgebühren (Aktivkunden)
>> Norisbank
  • Keine Kontoführungsgebühr
  • Weltweit kostenlos Bargeld
  • SB-Banking bei der Deutschen Bank
>> Comdirect
  • Keine Kontoführungsgebühr
  • Weltweit kostenlos Bargeld
  • Bargeld einzahlen bei der Commerzbank

Welche Gebühren fallen für gewöhnlich beim Zahlungsverkehr an?

Bevor im Detail auf das kostenlose Girokonto eingehen, möchten wir kurz erläutern, welche Gebühren Sie im Zusammenhang mit Benutzung des Zahlungsverkehrs für gewöhnlich zahlen müssen. In dem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass die zahlreichen Kreditinstitute, die ein Girokonto zur Verfügung stellen, mit teilweise ganz unterschiedlichen Gebührenmodellen arbeiten. In der Praxis haben sich auf breiter Ebene vor allen Dingen die folgenden drei Modelle durchgesetzt:

  • Grundgebühr ohne weitere Kosten
  • Mischung aus Grundgebühr und Einzelabrechnung der Buchungsposten
  • Jede Buchung wird einzeln abgerechnet, keine Grundgebühr

Das im Privatkundenbereich mittlerweile gängigste Modell ist das Belasten einer monatlichen Grundgebühr, die alle gewöhnlichen Leistungen enthält, die in Verbindung mit dem Girokonto stehen. In diesem Fall wird also nicht mehr jeder einzelne Buchungsposten abgerechnet, sondern stattdessen zahlt der Kunde beispielsweise einen monatlichen Pauschalbetrag in Höhe von zwölf Euro.

Damit Sie nun beim Vergleich entscheiden können, welches dieser drei Gebührenmodelle für Sie am günstigsten ist, sollten Sie natürlich wissen, wie viele Buchungen durchschnittlich pro Monat über Ihr Konto laufen. Erst dann können Sie entscheiden, ob die Modelle mit pauschaler Grundgebühr, die Modelle mit einer Mischung zwischen Grundgebühr und Einzelabrechnung oder die Modelle am günstigsten sind, bei denen jede einzelne Buchung separat berechnet wird. Diese Rechenarbeit können Sie sich natürlich sparen, wenn Sie sich direkt für eine Bank entscheiden, die das Girokonto kostenlos zur Verfügung stellt.

Kostenlose Girokonten fast ausschließlich bei Direktbanken

Die Direktbanken sind bekannt dafür, dass sie im Vergleich zu den Filialbanken häufig günstigere Konditionen anbieten. Dies gilt sowohl für Anlagekonten als auch Kredite. Darüber hinaus finden sich kostenlose Girokonten heutzutage in den meisten Fällen bei Direktbanken, während es nur wenige Filialbanken gibt, die auf die Kontoführungsgebühren und weitere Kosten im Zusammenhang mit dem Girokonto verzichten. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, dass Sie sich insbesondere unter den Direktbanken umsehen, wenn Sie auf der Suche nach einem kostenlosen Girokonto sind.

Aktuell sind es unter anderem die folgenden Kreditinstitute, die ein kostenloses Girokonto zur Verfügung stellen:

  • ING
  • DKB
  • comdirect
  • norisbank
  • N26

Kostenlos heißt in dem Zusammenhang, dass keine Kontoführungsgebühren berechnet werden. Dies bedeutet im Umkehrschluss allerdings nicht, dass alle gewöhnlichen Leistungen im Zusammenhang mit dem Konto gebührenfrei sind. Daher ist es wichtig, dass Sie auch bei kostenfreien Girokonten genau hinsehen, welche Leistungen tatsächlich gebührenfrei sind und wofür Sie vielleicht doch Geld zahlen müssen.

Kostenfreiheit nicht selten an eine Bedingung geknüpft

Ein kleiner Fallstrick bei den kostenfreien Girokonten besteht häufiger darin, dass der Verzicht auf die Gebühren seitens der Bank an eine Bedingung geknüpft ist. Dies bedeutet, dass das Konto nicht auf jeden Fall kostenfrei ist, sondern stattdessen müssen Sie mindestens eine Voraussetzung erfüllen. Somit wird am Markt zwischen den bedingungslos und den kostenfreien Konten unterschieden, die eben an eine Bedingung geknüpft sind. Eine solche zu erfüllende Voraussetzung kann beispielsweise wie folgt aussehen:

  • Anlagekonto mit mindestens 10.000 Euro Guthaben bei der gleichen Bank
  • Monatlichen Geldeingang von mindestens 1.000 Euro
  • Monatliche Gehaltsbuchung von mindestens 1.200 Euro

In erster Linie wird also ein monatlicher Geldeingang – in welcher Form auch immer – oder konkret die Buchung des Gehalts vorausgesetzt, wenn Sie das Konto tatsächlich kostenfrei nutzen möchten. Können Sie diese Bedingung nicht erfüllen, berechnet die Bank auch bei einem beworbenen kostenfreien Girokonto in aller Regel den üblichen Satz.

Meistens sind nicht alle Leistungen kostenfrei

Wie in einem der vorherigen Abschnitte bereits erwähnt, bedeutet ein kostenfreies Girokonto nicht automatisch, dass tatsächlich alle Leistungen im Bereich des Zahlungsverkehrs gebührenfrei sind. So kann es beispielsweise vorkommen, dass Sie die folgenden Leistungen und Services zusätzlich bezahlen müssen:

  • Einrichtung und Änderung eines Dauerauftrages
  • Rückgabe einer Lastschrift
  • Kundenkarte zum Konto
  • Kreditkarte zum Konto
  • Beleghafte Überweisung einreichen

Es lohnt sich demzufolge, dass Sie genau hinsehen, welche Leistungen und Services eigentlich von der Kostenfreiheit betroffen sind. Nahezu alle Banken berechnen übrigens mittlerweile für das Einreichen von beleghaften Überweisungen, die eben nicht online durchgeführt werden, einen nicht geringen Gebührenbetrag.

Dispozinsen beim Vergleich nicht außer Acht lassen

Das kostenlose Girokonto ist definitiv eine gute Möglichkeit, um im Bereich dieses Zahlungsverkehrskontos Geld zu sparen. Dabei sollten Sie allerdings nicht vergessen, noch einen weiteren häufigen Kostenfaktor mit in den Vergleich einzubeziehen, nämlich die Dispozinsen. Es nützt Ihnen nämlich wenig, wenn Sie zwar auf der einen Seite jährlich beispielsweise 80 Euro an Kontoführungsgebühren sparen, weil Sie sich für ein kostenloses Konto entschieden haben, auf der anderen Seite die Bank allerdings vergleichsweise hohe Dispozinsen von beispielsweise zwölf Prozent berechnet. In der Regel machen die Sollzinsen für die Kontoüberziehung nämlich aufs Jahr gerechnet einen wesentlich höheren Betrag aus, falls Sie Ihren Dispositionskredit zumindest hin und wieder nutzen, als es bei den Kontoführungsgebühren der Fall ist.

Dies möchten wir Ihnen gerne am folgenden Beispiel verdeutlichen. Wir stellen in diesem Fall zwei Angebote im Bereich des Girokontos gegenüber, wobei ein Konto kostenlos ist und das zweite Konto beinhaltet die Berechnung monatlicher Kontoführungsgebühren.

Girokonto kostenlos

Kontoführungsgebühren: 0 Euro

Dispozinssatz: 12,2 Prozent

Durchschnittliche Inanspruchnahme des Dispokredites: 5.000 Euro

Dispozinsen: 660 Euro

Jährliche Gesamtkosten: 660 Euro

Girokonto mit Kontoführungsgebühren

Kontoführungsgebühren: 96 Euro pro Jahr

Dispozinssatz: 7,90 Prozent

Durchschnittliche Inanspruchnahme des Dispokredites: 5.000 Euro

Dispozinsen: 395 Euro

Jährliche Gesamtkosten: 491 Euro

Wie Sie an diesem Beispiel erkennen, wird zwar beim ersten Konto keine Kontoführungsgebühr berechnet. Da der Dispozins aber wesentlich höher als beim zweiten Girokonto ist, fallen für Sie als Kunde dennoch insgesamt höhere Gesamtkosten pro Jahr an.

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