Die französische Wirtschaft schrumpft im letzten Jahresviertel. Bis zur Wahl im April rechnen die Behörden mit weiteren Rückgängen - und sehen Zehntausende Arbeitsplätze in Gefahr.
Frankreich rutscht wenige Monate vor der Präsidentenwahl in eine Rezession. Die französische Statistikbehörde Insee teilte am Donnerstagabend mit, dass die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal um 0,2 Prozent schrumpfen werde. In den ersten drei Monaten des kommenden Jahres werde das BIP um 0,1 Prozent zurückgehen.
Im dritten Quartal wuchs die zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone noch um 0,4 Prozent. Von Reuters befragte Analysten hatten für das vierte Quartal zuletzt ein Plus von 0,1 Prozent und für das erste Quartal 2012 ein Wachstum von 0,3 Prozent erwartet.
Die Wirtschaftsentwicklung wird sich nach der Prognose von Insee auch auf den Arbeitsmarkt durchschlagen. Nachdem in der zweiten Jahreshälfte 2011 14.000 Arbeitsplätze gestrichen worden seien, würden in den ersten sechs Monaten des kommenden Jahres weitere 61.000 Jobs verloren gehen, teilten die Statistiker mit.
In Frankreich findet am 22. April die Präsidentenwahl statt. Eine zweite Runde ist für den 6. Mai angesetzt. Die Wirtschafts- und Schuldenkrise in Europa ist schon jetzt das wichtigste Wahlkampfthema.
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