Eine geplante Koran-Verbrennung in den USA erzürnte Afghanistan
20 Tote nach Protesten gegen Koran-VerbrennungAm Freitag hatten in Masar-i-Scharif rund 2000 Menschen bis zu 20 Uno-Mitarbeiter getötet. Darunter mindesten sieben ausländische Uno-Mitarbeiter und fünf Demonstranten. Zu den Opfern von Masar-i-Scharif gehören eine Norwegerin und ein Schwede. Das bestätigten die Regierungen in Oslo und Stockholm am Samstag. Die skandinavischen Opfer waren eine 53- jährige Pilotin aus Norwegen und ein 33 Jahre alter schwedischer Jurist im Einsatz für die Vereinten Nationen.
Die Demonstranten hatten zunächst friedlich vor dem Büro der Vereinten Nationen in der Stadt Masar-i-Scharif demonstriert, teilten die Behörden mit. Später eröffneten einige von ihnen das Feuer auf Polizisten und stürmten das Gebäude. Auch fünf Demonstranten starben bei den Auseinandersetzungen.
Die Täter hätten sich Waffen der Uno-Wachleute gegriffen und auf dem Gelände Feuer gelegt, sagte Behördensprecher Munir Ahmad Farhad. Ein Geschäftsmann aus Masar-i-Scharif sagte, Geistliche hätten am Donnerstag über Lautsprecher in der gesamten Stadt zur Teilnahme an einer friedlichen Protestveranstaltung aufgerufen. Nach dem Freitagsgebet seien Gläubige an die geplante Demonstration erinnert worden.