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Merken   Drucken   15.11.2011, 12:11 Schriftgröße: AAA

Europa in der Krise: Melvyn Krauss - Weniger Demokratie tut Pleitestaaten gut

Kommentar Europa steckt in der Krise, weil es schlechte Politiker hat. Taktieren hat nötige Reformen in Griechenland und Italien bisher verhindert. Die Technokraten sind ein Glücksfall. von Melvyn Krauss
Melvyn Krauss ist emeritierter Wirtschaftsprofessor der Universität New York.
Mit Lucas Papademos in Griechenland und Mario Monti in Italien regieren neuerdings parteilose Technokraten, die Finanzprobleme verstehen und keine politische Karriere vorantreiben müssen.
Melvyn Krauss   Melvyn Krauss
Mancher folgert daraus, es sei doch eine Schande, dass Europa ausgerechnet in Krisenzeiten auf Technokraten angewiesen sei, weil es so schlechte Politiker habe. Wer das sagt, hat nicht verstanden, dass Europa in der Krise steckt, eben weil es schlechte Politiker hat.
Die Medien stellen Technokraten oft in schlechtem Licht dar. So schrieb die Financial Times, immer mehr Entscheider in Europa "klammern sich an Lösungen, die Demokratie durch eine technokratische Regierung ersetzen. Das sieht wie eine Verzweiflungstat aus und nicht wie ein rationaler Versuch, die Euro-Zone neu zu organisieren, dass sie zur echten Wirtschaftsunion wird." Offenbar fehlt hier das Verständnis, dass in Zeiten des uninformierten Populismus Demokratie das Problem und nicht die Lösung ist.
Welcher Staat birgt mit seinen Schulden die größte Gefahr?

 

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Es ist schließlich die Demokratie, die schmerzhafte, aber nötige Reformen im Süden der Euro-Zone verhindert. Es liegt auch an der Demokratie, dass es zu einer erheblichen Unterfinanzierung des europäischen Rettungsschirms kommen konnte und dass dringend notwendige Transferzahlungen des Nordens an den Süden auf einem Minimum gehalten werden. So groß die Ironie erscheinen mag, die "Wiege der Demokratie" braucht jetzt weniger Demokratie und mehr Reformen.
Beispielsweise hatte sich Griechenlands konservativer Oppositionschef Antonis Samaras gegen das 130 Mrd.-Euro-Rettungspaket des IWF und der EU gestemmt. Er wollte die äußerst unpopulären Reformen bei der nächsten Wahl gegen seine sozialistischen Rivalen nutzen. Dabei hat seine Opposition Griechenland dem Zahlungsausfall nähergebracht.
Mit der Ernennung von Lucas Papademos wird sich das alles ändern. Papademos ist ein Technokrat, der das Regierungsamt erst übernahm, als ihm ausreichend Befugnisse zugesprochen wurden, um notwendige Änderungen durchzuführen. Das ist ein gutes Zeichen.
Laut Gesprächen, die ich in jüngster Zeit mit Papademos geführt habe, will er Folgendes: Er setzt sich voll und ganz dafür ein, dass Griechenland Mitglied des Euro bleibt. Er ist nicht Ministerpräsident geworden, um den Rückzug anzuführen.

Teil 2: Realistische Reformen

  • FTD.de, 15.11.2011
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Kommentare
  • 21.11.2011 19:47:26 Uhr   Henning Beinsen: Weniger Demokratie - Esther Höper

    Treffender Hinweis auf die Offenbaarung der Bibel. In jener prophezeiten Endzeit leben wir. U.v.a. wurde für diese letzten Tage folgende unübersehbaren Kennzeichen genannt: 1) Israel als Nation wieder existent 2) Europa wird sich vereinigen , und zwar in den Grenzen des untergegangenen Weströmischen Reiches. Und das nicht von oben, sondern von unten, d.h. mit Lug und Trug. 3) wird es in jenen Tagen TV geben (bewegte un d sprechende Bilder) das zu Massenmanipulationen und -verführungen benutzt wird!!! 4) Diese Machthaber(sowohl politisch als religiös im Verbund) werden zu "rechter" Zeit das Bargeld abschaffen, nachdem man vorher sorgfältig-manipulativ-modern die Chiptechnologie einführte und am Ende (um den Sack zur Aufrichtung ihrer Diktatur zu schließen) den implantablen Chip (Malzeichen) unter Haut an rechter Hand oder Stirn "annehmen läßt" (also ohne Zwang). Wer sich dem widersetzt, kann dann nicht mehr kaufen noch verkaufen!!!!! Auf diesem Weg ist diese moderne westliche Welt weit fortgeschritten. In Brüssel und den anderen Zentren ihrer bisher noch unsichtbaren Macht reibt man sich schon die Hände!!! Sie werden damit soviel Erfolg haben, dass ihre Diktatur zu vollen Aufrichtung kommen wird. Aber der im Himmel Herrschende wird bald darauf entsprechend antworten, doch sie werden Seine Sprache anfangs nicht verstehen, bis ihnen Seine Brocken nur so um die Ohren krachen. Wenn sie es dann erkennen, ist der Zug der Gnade längst abgefahren. Es bleibt dann nur noch ein furchterfülltes Erleiden aller in der Offenbarung beschriebenen Gerichte mit zunehmender Intensität, weil sie die LIEBE zur Wahrheit (JESUS) nicht annehmen wollten!! Irret Euch nicht, Gott läßt sich nicht spotten: was irgend der Mensch sät, wird er auch ernten!!!!
    Dieser Zug zur Diktatur ist also unaufhaltsam, da ER es längst aufgezeichnet hat, und auch wohin es führt - in den Abgrund!!! Rette sich, wer will!!

  • 21.11.2011 16:25:32 Uhr   Esther Höper: Weniger Demokratie ... 2. und letzter Teil.
  • 20.11.2011 11:46:04 Uhr   SOKRATES: DEMOKRATIE
  • 18.11.2011 20:55:00 Uhr   a.k: Demokratie abschaffen
  • 17.11.2011 22:08:32 Uhr   margit mayyer: Es kommt ja nicht darauf an, wie es Papademos...
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