Dieses ist ein kostenpflichtiger Inhalt der FTD. Bitte melden Sie sich an, um fortzufahren!
Abonnenten
Sie haben kostenlosen Zugang zum Weiterlesen oder Herunterladen. Bitte melden Sie ich mit Ihren Zugangsdaten über die Anmeldebox an.
Nicht-Abonnenten
Wenn Sie Interesse an einem FTD-Abo haben, informieren Sie sich über die verschiedenen Abo-Angebote unter www.ftd.de/abo-vergleich.
Alternativ können Sie für den Zugriff auf den gewünschten Inhalt ein Tagesticket erwerben. Für den Erwerb eines Tagestickets müssen Sie bei uns registriert sein (zur Registrierung). Nach Registrierung melden Sie sich einfach über die Anmeldebox an. Anschließend können Sie das Tagesticket erwerben.
Statten Sie Ihre Mitarbeiter oder Key-Accounts mit dem Informationsangebot der FTD aus. Über Unternehmenslösungen für Abonnements oder Online-Zugänge informiert Sie gern unsere Abteilung Business Cooperations, corporate-solutions(at)ftd.de.
Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.deNun also doch noch was zur Sache.
Freundlich ausgedrückt übersehen die Gralshüter der Geldwertstabilität notorisch, dass die Realeinkommen nicht auf der Geldseite der Bilanz erwirtschaftet werden und die Realinvestitionen dort ebensowenig stattfinden und damit ist es auch illusorisch zu versuchen, die Geldwertstabilität nur auf der einen Seite der Bilanz zu sichern und autistisch den neomerkantilistischen Kurs der Vergangenheit einfach weiterzugehen.
Die inflatorische Buchgeldblase, die aufzublasen die EZB mit einer Rate von 10 Prozent pro Jahr in der letzten Dekade fleißig mitgeholfen hat, kann überhaupt nicht in die Gütersphäre durchdiffundieren, weil jeder Versuch des Umrubelns sofort über den induzierten Preisschock die Nachfrage drastisch einbrechen lassen würde - der Versuch ist doch schon 2008 gründlich misslungen.
Da die bisherigen Maßnahmen (nicht nur) der EZB aber vor allem äußerst erfolgreich darin waren, der letztlich unumgängliche Asset-Deflation entgegenzuwirken und - mit Ausnahme des Niveaus der Staatsschulden - die Vorkrisensituation beinahe erfolgreich restauriert wurde, wird wohl unweigerlich kommen, was in der letzten vergleichbaren Phase kam: Ein Depressionsschub, der sich gewaschen hat.
Raussparen aus der deflatorischen Situation auf Kosten des Kleinsteuerzahlers, um dem Sparer, vor allem aber dem FIRE-Sektor selbst seine derzeit schon ziemlich fiktiven Guthaben zu sichern, führt analog zum Nachfrageeinbruch, der in der Folgewirkung natürlich auch den ohnehin schon fragwürdigen Ertragswert der inflationierten Assets weiter schmälert.
Setzt sich Weber durch, werden wir uns noch mal sehnlichst "nur" eine japanische "verlorene Dekade" wünschen.
Unfreundlich ausgedrückt, kann man das natürlich auch als Absicht interpretieren. Nur welche ? - Eine "exportimperialistische" Neofeudalisierung der EU unter Führung Deutschlands und ein paar kleinerer Vasallen ?