Der Navigationssatellit Galileo
Immer wieder VerzögerungenMit Galileo wollen die Europäer ein eigenes Navigationsnetz in Konkurrenz und Ergänzung zum GPS-Netz der USA aufbauen. GPS steht unter der Regie des Pentagons. Ein Teil der Signale ist kostenlos empfangbar und wird von jedem Autonavi genutzt.
Auch China baut derzeit ein Navigationsnetz auf und nutzt zum Teil Galileo-Frequenzen. Aus Verärgerung darüber hat die EU Chinatechnik aus den Galileo-Satelliten verbannt, was zu Verzögerungen führte. Zudem ist die russische Transportrakete Sojus am neuen Startplatz in Französisch-Guayana noch immer nicht startbereit.
Seit Beginn des Galileo-Projekts ist es immer wieder zu Verzögerungen gekommen, die Kosten stiegen mehrfach. Die Entwicklungsphase hat sich von 1,1 auf gut 1,8 Mrd. Euro verteuert, die Kosten der Errichtungsphase (3,4 Mrd. Euro) steigen um 1,5 bis 1,7 Mrd. Euro.
Der SPD-Haushaltspolitiker Klaus Hagemann kritisierte, es sei "ein Hammer, dass erst jetzt ans Tageslicht kommt, dass Galileo ein dauerhafter Zuschussbetrieb werden wird".