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Spekulationen über eine Fusion der beiden Konzerne gab es schon länger, vor allem nach dem Börsengang von Glencore im vergangenen Mai, der das bisher größte Debüt an der Londoner Börse war. Die beiden Unternehmen sind schon seit längerem verbunden. Glencore-Gründer Marc Rich hatte sich Anfang der neunziger Jahre bei Südelektra eingekauft, das 1999 zu Xstrata wurde. 2002 kaufte das Unternehmen die australischen und südafrikanischen Kohleaktivitäten von Glencore für 2,5 Mrd. Dollar. Das war einer der wichtigsten Bausteine für den ebenfalls in diesem Jahr über die Bühne gebrachten Börsengang von Xstrata.
Die beiden kommen auf einen Marktwert von rund 90 Mrd. Dollar (68,7 Mrd Euro) und einen gemeinsamen operativen Gewinn(EBITDA) von gut 16,2 Mrd. Dollar. Der Zusammenschluss soll den
Umsatz mittelfristig mindestens um 500 Mio. Dollar verbessern, wie beide Seiten am Dienstag mitteilten.
Xstrata-Aktionäre sollen für einen Anteilsschein 2,8 Aktien von Glencore bekommen und künftig 45 Prozent am fusionierten Unternehmen halten. Insgesamt wird Xstrata damit mit knapp 62 Mrd. Dollar bewertet. Das entspricht einem Zuschlag von gut 15 Prozent zum Schlusskurs am vergangenen Mittwoch. Danach machte Xstrata die Verhandlungen öffentlich, woraufhin der Aktienkurs vor allem von
Xstrata kräftig zulegte. Glencore ist mit 34 Prozent bereits größter Xstrata-Aktionär. Beide Firmen haben ihren Sitz im Schweizer Steuerparadies Zug.
Auch die personellen Weichen sind gestellt. Dabei hält sich die Glencore-Seite zurück, obwohl sie an dem fusionierten Unternehmen die Mehrheit hält. Xstrata-Vorstandschef Mick Davis soll Chef des ganzen Unternehmens werden, Glencore-Chef und Hauptaktionär
Ivan Glasenberg will sich mit der Rolle als Stellvertreter begnügen. Auch die Spitze des Verwaltungsrats soll mit
John Bond der bisherige Xstrata-Chairman übernehmen.