Probleme mit Lenkeinheit:Toyota ruft 100.000 Prius zurück
Gerade erst erholt sich der Autobauer von den Folgen des Erdbebens in Japan, da gibt es wieder schlechte Nachrichten. Erneut müssen Fahrzeuge des Konzerns in die Werkstatt - betroffen ist vor allem das Hybrid-Erfolgsmodell.
Der japanische Autokonzern Toyota muss erneut Autos in die Werkstätten zurückrufen. Diesmal seien 105.784 Autos seines Hybrid-Erfolgsmodells Prius betroffen, darunter auch 800 Fahrzeuge in Deutschland, teilte der Konzern mit.
Grund seien Probleme mit der Lenkeinheit. Im schlimmsten Fall könne sich das Lenkrad nicht mehr bewegen lassen, hieß es. Die Aktien des Autoherstellers verloren 0,6 Prozent.
Von dem Rückruf sind Prius betroffen, die zwischen 1997 und 2003 gefertigt wurden. 47.784 entfallen auf Japan und 58.000 auf Überseemärkte, davon allein 52.000 in den USA, teilte eine Sprecherin mit. Toyota rief zudem 34.000 Kleinwagen iQ wegen Problemen am Bremszylinder zurück, davon 22.000 in Japan.
Toyota hatte gerade erst bekannt gegeben, dass sich die Produktion in den teilweise beschädigten japanischen Werken schneller als bislang angenommen normalisiere. Im Juni solle bereits 90 Prozent des Vorkrisen-Niveaus erreicht werden.
In der Folge des schweren Erdbebens in Japan waren vor allem die Lieferketten der Zulieferer unterbrochen. Das traf auch die Werke in Europa. Toyota-Werke in England, der Türkei und Polen würden im Juni wieder ihre volle Produktion aufnehmen, wie der Hersteller schon Mitte Mai erklärt hatte. Bis Ende Mai hat der Hersteller rund 900.000 Autos weniger als geplant produziert.
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