Die umstrittene Finanzsteuer findet immer mehr Unterstützung: Nach Deutschland und Frankreich fordern sieben weitere Euroländer die schnelle Einführung.
Deutschland, Frankreich und sieben andere Staaten der Europäischen Union (EU) drängen die dänische EU-Ratspräsidentschaft, die Einführung einer Finanztransaktionssteuer rasch voranzutreiben. Neben Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und seinem französischen Kollegen Francois Baroin hätten auch die Ressortchefs aus Italien, Spanien, Österreich, Belgien, Finnland, Griechenland und Portugal einen entsprechenden Brief unterzeichnet, teilte das französische Finanzministerium am Dienstag mit.
Die Länder seien sich einig, dass eine Finanztransaktionssteuer auf einer gemeinsamen Basis nötig ist, um eine gerechte Beteiligung des Finanzsektors an den Kosten der Krise zu gewährleisten und die Finanzmärkte besser zu regulieren, hieß es.
Die Steuer ist europaweit umstritten. Großbritannien blockiert eine Einführung in allen 27 EU-Staaten. Stattdessen wird erwogen, die Steuer nur in der Euro-Zone einzuführen. Doch dagegen gibt es unter anderem in Deutschland Widerstand. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) muss den Koalitionspartner FDP umstimmen. Die SPD forderte Merkel auf, dem Beispiel Frankreichs zu folgen. "Wir müssen jetzt auch Taten sehen", sagte Parteichef Sigmar Gabriel am Montag im Deutschlandfunk.
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