Mitt Romney gilt wieder als Favorit. Nach drei Niederlagen in Folge konnte er die Vorwahl in Maine gewinnen. Doch die Hardliner seiner Partei zweifeln an ihm. Im Wahlkampf der Republikaner tobt ein ideologischer Streit um die wahren Werte der "Grand Old Party".
Multimillionär Mitt Romney unterstreicht im Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur mit einem Sieg im US-Staat Maine seine Favoritenrolle - allerdings nur knapp. Der Ex-Gouverneur von Massachusetts konnte 39 Prozent der Stimmen auf sich vereinen
Den zweiten Platz sichert sich der Kongressabgeordnete Ron Paul, der 36 Prozent der Stimmen bekam. Die anderen beiden Bewerber in der Kandidaten-Kür, Rick Santorum und Newt Gingrich, hatten in dem bevölkerungsmäßig kleinen Bundesstaat kaum Wahlkampf betrieben.
Trotz biederer Strickware: Rick Santorum könnte für Romney gefährlich wrden
In der "Grand Old Party" gibt es dennoch Zweifel an Romney. Eine Gruppe junger Republikaner skandierte vor dem Hotelsaal in Washington zwar "Mitt, Mitt, Mitt!". Doch ihre Begeisterung für Romney teilten bei weitem nicht alle Anwesenden. Prompt wurde auch heftiger Protest gegen den früheren Gouverneur von Massachusetts laut: "Nein zu den Rinos!", schrien seine Kritiker. "Rino" steht für "Republicans in name only", also für Republikaner, die sich zwar so nennen, es nach Meinung ultrakonservativer Parteianhänger aber nur auf dem Papier sind.
Die Szene am Rande des jährlichen CPAC-Treffens konservativer Aktivisten in Washington verdeutlicht den ideologischen Kampf im Rennen um die republikanische US-Präsidentschaftskandidatur: Welcher der Bewerber verkörpert die wahren Werte der Partei, die hartgesottenen Konservativen Rick Santorum und Newt Gingrich oder der eher moderate Mitt Romney? Siege haben sie schon alle bei den Vorwahlen eingefahren. Doch die Blicke richten sich auf den "Super Tuesday" am 6. März, an dem die Republikaner in elf Bundesstaaten gleichzeitig abstimmen.
In seiner Rede legte sich Romney ins Zeug, um die tausenden Teilnehmer von seiner konservativen Einstellung zu überzeugen. Der 64-jährige Multimillionär bezeichnete sich als "streng konservativ" und präsentierte sich als erfolgreicher Geschäftsmann und Familienvater, der im liberalen Massachusetts als Gouverneur stets gegen schwierige Umstände zu kämpfen hatte.
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