Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angekündigt, größere Anstrengungen bei der Versorgung mit wichtigen Rohstoffen zu unternehmen.
Angesichts des zielstrebigen Vorgehens etwa von China in dieser Sache müssten sich die Industrieländer und damit Deutschland mehr Gedanken um die langfristige Absicherung ihrer Versorgung mit Rohstoffen machen, sagte Merkel. "Hier müssen Wirtschaft und Politik noch enger und mehr miteinander sprechen."
Hintergrund ist die dominante Stellung Chinas auf dem Markt für wichtige Industriemetalle. Bei seltenen Erden, die zum Bau von Elektromotoren oder Windkraftanlagen verwendet werden, beherrscht China die weltweite Produktion mit einem Anteil von 97,3 Prozent.
Zuletzt hatte das Land die Exportquoten verringert. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) bezeichnete die Ausfuhrbeschränkungen der Chinesen am Mittwoch in Schanghai als "unfreundlichen Akt".
Bei der deutschen Industrie wächst die Sorge vor einer Rohstoffknappheit. "Der Engpass ist da. Die ersten Firmen bekommen schon keine seltenen Erden mehr", warnt Harald Elsner, Experte bei der Deutschen Rohstoffagentur.