Die FDP ist ...
Antwort 1:
nicht mehr zu retten
70%
Antwort 2:
nur mit neuem Chef zu retten
25%
Antwort 3:
mit Rösler gut aufgestellt
5%
8354 Stimmen
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In der Partei sorgte die Entscheidung für einen Paukenschlag. "Da verliert jemand die Nerven", sagte ein hochrangiges Parteimitglied. Röslers Stellvertreterin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sprach von einem "Schock" für die Liberalen. Die FDP sei in einer "sehr schwierigen Situation", erklärte die Justizministerin. Sie wolle mit ihren Parteikollegen nun alles dafür tun, dass die Liberalen "aus dem Tal der Tränen" wieder herausfänden.
Lindner hatte seinen Rücktritt ohne nähere Erläuterung bekanntgegeben. "Es gibt den Moment, in dem man seinen Platz frei machen muss, um eine neue Dynamik zu ermöglichen", sagte der 32-Jährige.
Die FDP werde geschlossen in das kommende Jahr gehen, sagte Rösler. Er werde "ziemlich schnell" eine Personalentscheidung treffen. Der FDP-Chef deutete an, dass dies am Freitag der Fall sein könnte. Die engste Parteiführung kommt dann zu Beratungen über das Ergebnis des Mitgliederentscheids zum geplanten dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM zusammen.
Der schleswig-holsteinische Fraktionschef Wolfgang Kubicki wähnt die FDP in einer Führungskrise. Er befürchte weitere Personaldebatten, sagte er der dpa. "Das ist etwas, was wir jetzt eigentlich am wenigsten gebrauchen können." Er habe den Rücktritt fassungslos aufgenommen. "Ich habe dafür auch noch keine Erklärung."
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Schatzmeister Patrick Döring ist offenbar Favorit für die Nachfolge Lindners. Dies berichteten übereinstimmend dpa, "Rheinische Post" und "Saarbrücker Zeitung".