Der Gründer von Paulson & Co. erzielte allein im vergangenen Halbjahr fast 6 Mrd. Dollar Gewinn. Damit schlug er die US-Investmentbank Goldman Sachs. Auch andere Hedge-Fonds-Größen lassen die Geldhäuser alt aussehen.
Der Hedge-Fonds-Manager John Paulson rückt im Ranking der erfolgreichsten Vermögensverwalter zu Investoren-Legende George Soros auf. Die Fondsgesellschaft Paulson & Co. habe seit ihrer Gründung 1994 für ihre Kunden einen Gesamtgewinn von 32,2 Mrd. Dollar erwirtschaftet, berichtet die Financial Times unter Berufung auf einer Studie von LCH Investments. Soros' Hedge-Fonds Quantum habe seinen Anlegern seit 1973 insgesamt 35 Mrd. Dollar eingebracht.
John Paulson
Der mit Wetten gegen den amerikanischen Immobilienmarkt berühmt gewordene Hedge-Fonds Paulson & Co schlug im vergangenen Halbjahr mit einem Nettogewinn von 5,8 Mrd. Dollar sogar die Investmentbank Goldman Sachs. Dabei beschäftige Paulson nur 120 Mitarbeiter, das Geldhaus über 32.000, schreibt die FT.
Insgesamt fuhren die zehn größten Hedge-Fonds der Welt im zweiten Halbjahr 2010 laut LCH Investments rund 28 Mrd. Dollar ein. Das ist laut "FT"-Berechnungen mehr als die Nettogewinne von Goldman Sachs, JP Morgan, Citigroup, Morgan Stanley, Barclays und HSBC zusammengenommen.
Die Auswahl der Investmentbanken erscheint allerdings willkürlich, weil es sich anders als bei den Hedge-Fonds nicht um die weltgrößten Institute handelt. So taucht das nach Bilanzsumme größte US-Geldhaus Bank of America in der Liste nicht auf.
Während das Kapitalmarktgeschäft vieler Banken im vergangenen Jahr schwächelte, scheint das für die erfolgreichsten Hedge-Fonds aber nicht zuzutreffen. Sie profitieren unter anderem davon, dass die großen Wall-Street-Institute als Konsequenz aus der Finanzmarktreform das Investmentbanking eindampfen müssen. Die Reform sieht unter anderem ein weitgehendes Verbot des Eigenhandels vor, also riskanter Geschäfte mit dem Eigenkapital der Banken.
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