Mit "Mein Schiff" will TUI Travel vom boomenden Kreuzfahrermarkt profitieren
Anleger griffen angesichts der neuen Zahlen zu: Aktien des Mutterkonzerns TUI waren am Vormittag mit einem Plus von 2,4 Prozent zweitgrößter Gewinner im MDAX. Die Papiere von TUI Travel notierten in London 1,4 Prozent fester.
Thomas Cook dagegen kämpft um seine Existenz
Ganz anders die Lage beim angeschlagenen Rivalen Thomas Cook, der unter anderem stark unter ausbleibenden Buchungen aus Frankreich und Russland leidet. Die Franzosen bleiben angesichts der anhaltenden Unruhen im traditionell beliebten Nordafrika lieber zu Hause. Und die reisefreudigen Russen wiederum verunsichern die Fluten in Thailand nachhaltig. Der klamme Reiseveranstalter hatte sich vergangene Woche mit neuen Krediten über 200 Mio. Pfund (233 Mio. Euro) etwas Luft in seiner tiefen Krise verschafft.
In Großbritannien kämpft Thomas Cook - 2007 aus der Fusion mit dem Wettbewerber Mytravel entstanden - nicht nur mit der schwachen Konjunktur, sondern auch mit strukturellen Problemen: Dort positioniert er die Marken - anders als etwa in Deutschland - im Billigsegment. Vor allem preissensible Kunden zögern derzeit aber mit dem Urlaub. Hinzu kommen veraltete IT-Systeme und verkrustete Strukturen.