Der geplante Bombenanschlag von der Terrororganisation al-Kaida auf ein Passagierflugzeug ist laut "New York Times" vereitelt worden, weil der Mann, der den Selbstmordanschlag verüben sollte, ein Agent war. Der Mann sei in den jemenitischen Ableger des Terrornetzwerks eingeschleust worden. Dort habe er sich sogar freiwillig für einen Selbstmordanschlag gemeldet, schreibt die Zeitung unter Berufung auf namentlich nicht genannte Regierungsbeamte aus den USA und anderen Ländern. Der Doppelagent habe in einem wahren "Geheimdienst-Coup" den Jemen verlassen und die Bombe sowie wichtige Informationen an den US-Geheimdienst CIA und den saudischen Nachrichtendienst verraten.
Die Informationen hätten zudem zum Drohnenangriff der CIA auf Fahd al-Kuso, der als einer der meistgesuchten Al-Kaida-Terroristen galt, geführt, hieß es weiter. Er war am Sonntag von einer US-Drohne bei einer Autofahrt im Jemen getötet worden.
Der Name und die Nationalität des Mannes wurden nicht bekannt, schreibt die "New York Times" weiter. Es hieß lediglich, es habe sich nicht um einen CIA-Agenten gehandelt. Er befinde sich derzeit in Saudi-Arabien in Sicherheit.
Nach Angaben von Geheimdienstbeamten wollte der Al-Kaida-Ableger im Jemen eine Bombe an Bord eines Flugzeugs Richtung USA schmuggeln. Bei der Bombe habe es sich um eine besonders ausgeklügelt Entwicklung gehandelt, die keine Metallteile enthalte und daher bei Flughafenkontrollen nur schwer entdeckt werden könne.
Es sei eine Weiterwicklung des Sprengsatzes, mit der "Unterhosenbomber" Umar Farouk Abdulmutallab Weihnachten 2009 ein Passagierflugzeug über der amerikanischen Stadt Detroit in die Luft sprengen wollte. Die Bombe zündete damals wegen eines technischen Defekts nicht.
US-Medien zufolge, die sich auf Geheimdienstler beriefen, sollte ein Selbstmordattentäter die Bombe unter seiner Kleidung versteckt an Bord des Flugzeuges bringen. US-Außenministerin Hillary Clinton warnte vor "immer perverseren" Terrormethoden. Die Bombe wurde zwar zeitnah zum ersten Jahrestag der Tötung von Al-Kaida-Führer Osama bin Laden am 2. Mai 2011 sichergestellt. Es gebe jedoch keine Hinweise, dass das Komplott damit in Zusammenhang stehe, hieß es weiter.