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Merken   Drucken   21.12.2009, 16:13 Schriftgröße: AAA

Konsequenzen aus der Krise: Die aufgepumpte Republik  

Kommentar Kurzarbeitergeld, Steuersenkungen auf Pump, Bürgschaften überall - Deutschland zockt sich durch die Krise. Es wird Zeit, den Einsatz zu verringern und wieder den Markt machen zu lassen. von Sven Clausen 
Deutschland ist auf Kur. Vor einem Jahr hat die Regierung die heraufziehende globale Rezession als Weltbetriebsunfall diagnostiziert und Pflaster verteilt. Das Kurzarbeitergeld soll verhindern, dass Unternehmen Fachkräfte verlieren, die sie beim folgenden Aufschwung nicht mehr schnell genug finden würden. Kosten bislang: rund 5 Mrd. Euro. Der 100 Mrd. Euro schwere Deutschlandfonds soll eine Kreditklemme verhindern und Unternehmen mit Geld ausstatten, das sie aus dem zerrütteten Bankenmarkt sonst nicht mehr bekommen.
Das machte alles Sinn, um die verwundbaren Seelen der deutschen Konsumenten und Arbeitnehmer zu schützen. In den Monaten nach der Lehman-Pleite, als die hemmungslos wütenden Kräfte auf den Finanzmärkten das ganze Weltwirtschaftssystem zu zerstören drohten, war das genau richtig.

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  • FTD.de, 21.12.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
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Kommentare
  • 21.12.2009 21:09:23 Uhr   fokus: Der Markt soll´s richten, albern!

    Der Autor kommt mir vor wie das HB-Männlein:

    "Greife zum Markt, dann geht Alles wie von selbst!"

    Er scheint immer noch nicht begriffen zu haben, dass der Markt auf ganzer Linie versagt hat.

    Wie konnte der Markt es zu lassen, dass Pyramiden (Ponzi-Scheme) an Schrottderivaten aufgebaut wurden? Beispiel: Enorme Summen an Giftmüll-Assets der Citigroup schlummern immer noch außerhalb der Bilanz (Off-Balance Sheet) in Zweckgesellschaften wie Special Purpose Entities (SPEs) und Variable Interest Entities (VIEs). Selbst im 3. Quartal 2009 vagabundieren dort noch Assets in Höhe von gewaltigen 964,848 Mrd. Dollar Off-Balance Sheet! Was hat den Markt dazu bewegt Assets bei der Citi in Höhe von gewaltigen 964,848 Mrd. Dollar Off-Balance Sheet zu bunkern?

    War der Markt nicht clever genug zu erkennen, wie die EZB zu der Einschätzung kommt, das Finanzsystem sei stabiler geworden, wenn sie gleichzeitig den krisenbedingten Abschreibungsbedarf auf Unwertpapiere und Kredite zwischen 2007 und 2010 auf 553 Milliarden im Euroraum anhebt.

    Was soll der Markt also tun und wie, zum Teufel noch mal, soll er es tun! Es wird langsam langweilig immer nur die Gebetsformel zu hören, dass der Markt irgend etwas tun soll, aber nicht auf die Reihe bringt. Sie sollten mal, lieber Autor, den Markt auf suchen um ihm endlich zu sagen, was er tun soll. Wenn sie ihn gefunden haben, dann, bitte, erzählen Sie allen Anhängern der "Supply-side economics in action", wo der Markt zu finden ist. Sollten Sie ihn nicht finden, dann kann es sein, weil sogar heute, etwa 30 Jahre später, Bruce Bartlett diese Angebotspolitik für tot erklärt. Zu Grabe trägt er sie (unter anderem) im Blog Capital Games and Gains.

    Tun Sie mir und uns Allen den Gefallen und gehen Sie endlich auf die Suche nach dem Markt!

  • 21.12.2009 18:41:36 Uhr   redhot: Armes Deutschland
  • 21.12.2009 16:27:11 Uhr   Strichnid: DDR 2.0
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