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  FTD-Serie: Davos überdenkt die Weltwirtschaft

Zum 40-jährigen Jubiläum gibt sich das Weltwirtschaftsforum grüblerisch: Unter dem Motto "Überdenken, umgestalten, erneuern" trifft sich in Davos wieder die globale Wirtschafts- und Politikelite. Konsequenzen aus der Krise dürften dabei im Mittelpunkt stehen – besonders die radikalen Umbaupläne für das Finanzsystem.

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  31.01.2010, 18:03    

Davos-Splitter: Medaillen für die Guttenbergs

Offiziell geht es beim Weltwirtschaftsforum um die großen Menschheitsfragen. Doch abseits der Podien erleben FTD-Redakteure überraschende und skurrile Dinge. Aktuell: Wie die Familie Guttenberg beim Skirennen abräumt - und dabei neidvolle Manager auf den Plan ruft.
Erfolg auf ganzer Linie: beim traditionellen, von RWE  initiierten Skirennen der Davos-Teilnehmer zum Abschluss des Weltwirtschaftsforums hat die Familie des Verteidigungsministers gleich drei Mal abgeräumt. Karl-Theodor zu Guttenberg belegte bei seiner Premiere den zweiten Platz bei den Männern (hinter Goldman-Sachs -Deutschlandchef Alexander Dibelius).
Alexander Dibelius (l.) deklassierte beim Skirennen in Davos die ...   Alexander Dibelius (l.) deklassierte beim Skirennen in Davos die angetretenen Dax-Chefs
Die gleiche Platzierung erreichte seine Frau Stephanie bei den Frauen (hinter der Tochter des Lufthansa -Chefs Christoph Franz ), und selbst Guttenbergs Tochter holte eine Medaille. In der Kategorie "Selbsteinschätzung" - vor dem Rennen musste jeder die eigene Rennzeit prognostizieren - belegte sie den dritten Platz. Während sich auf dem rustikalen Holztisch der Guttenbergs in der Skihütte die Medaillen stapelten, verzogen zwei Manager das Gesicht und eilten zum Moderator. Das Ergebnis könne nicht stimmen. Sie selber seien viel schneller gewesen. Wirklich. Nikolaus Förster
Es ist leider nicht so, dass Davos ein Fest für Schlemmer wäre. Weil das Programm so dicht gedrängt ist, hasten viele von einem Termin zum nächsten und ernähren sich dabei nur von den Brötchen, Häppchen und Küchelchen, die den ganzen Tag über im Kongresszentrum zu bekommen sind.
Mittags und abends gibt es zwar auch Themenrunden in feineren Restaurants. Aber so richtig zum Essen kommt da auch keiner. Man ist ja zum Reden und Kontakte knüpfen hier, nicht um den (beträchtlichen) Eintrittspreis herauszufuttern. Die Snacks, die Regierungen, Unternehmen und andere Organisationen bei ihren Empfängen auffahren, sind allerdings oft mehr als ansehnlich. Da kann man schon mal bei den süßesten Köstlichkeiten zugreifen - wenn man nicht ausgerechnet neben Richard Thaler steht.
Auf dem Empfang der University of Chicago erzählt der kleine, ein bisschen rundliche Ökonom und Psychologe gerade, warum die meisten Menschen keineswegs streng rational ihren Präferenzen folgen, sondern sich vom Entscheidungsumfeld leiten lassen. Beim Essen und Dickwerden zum Beispiel. Da gebe es etwa in der Cafeteria an der Uni Chicago diese tolle Salatbar und da falle es gleich viel leichter, die Selbstkontrolle... - just in diesem Moment platzt die Bedienung in die kleine Runde und bietet ein ganzes Tablett voll mit Schweizer Süßigkeiten an.
Bedauerndes Abwinken reihum, plötzlich fühlen sich alle irgendwie unheimlich satt. Auch bei späteren Angebotsversuchen hat komischerweise niemand mehr Appetit. Schade eigentlich. Wenn man jetzt so zurückdenkt - das Konfekt sah verdammt lecker aus.
Christian Schütte
Für fünf Tage sind in Davos klassische Kleidungsregeln eigentlich außer Kraft gesetzt. Es herrscht weder Anzugs- noch Krawatten- noch Edelschuhzwang, denn die Idee des Forums ist ja gerade, in entspannter und informeller Runde den Zustand der Welt zu verbessern. Überdies ist der mal verschneite, mal vereiste Boden in Kombination mit zahlreichen Steigungen vor Ort eine gefährliche Kombination mit Ledersohlen.
Tatsächlich schlurft auch so mancher Ökonom im Pullover und mit Wanderschuhen durch die Hallen, aber gerade Top-Banker und Politiker sind sich der Breitenwirkung ihrer Auftritte bewusst - und erscheinen zu den Debatten im klassischen Business-Outfit von dunklem Anzug, dunklen Schuhen und dezenter Krawatte. Wer will schon mit Jeans und Pullover und am Ende gar noch einem Cocktail in der Hand in Davos abgelichtet werden, wenn da draußen die Märkte eine Pleite Griechenlands durchspielen und die Reputation des Finanzwesens am Boden ist?
Ein Prominenter lässt sich in Davos indes nicht irritieren - und hat konsequent braune und bequeme Wander-Halbschuhe an: EZB-Chef Jean-Claude Trichet. Egal ob bei der haarigen Debatte um die Zukunft der Eurozone am Donnerstag, den Geheimgesprächen mit Bankern am Samstag morgen oder der Podiumsdiskussion über die Zukunft der Regulierung: Trichet scheint seine braunen Treter zumindest in der Glätte von Davos zu jedem Anzug zu lieben. Recht hat er: Bilder in bequemen Schuhen sind schließlich weit weniger schlimm als Bilder des obersten Währungshüters aus dem Krankenhaus.
Christian Kirchner
Wenn es um die Pleite der Bank Lehman Brothers und den anschließenden Konjunktureinbruch geht, ist häufig die Rede von einem "perfekten Sturm", der sich an den Finanzmärkten seinerzeit gebildet habe. Klar, dass in Davos debattiert wurde, wie man solche Phänomene künftig verhindert. Da trifft es sich gut, dass auch den Teilnehmern in Davos am Samstag Mittag in der Haupthalle des Konferenzzentrums einmal demonstriert wurde, wie ein "perfekter Sturm" aussehen kann.
Um Punkt 12 endete die sehr gute besuchte Podiumsdiskussion über den globalen Konjunkturausblick 2010. Um Punkt 12 Uhr erklärte Südafrika auf dem WEF die Fußball-WM schon mal vorab für eröffnet und verteilte neben Fußbällen auch die Nerv-Tröten namens Vuvuzelas an die Besucher (die manche auch gleich ausprobierten). Und um 12 Uhr eröffnete das Mittagsbuffet.
Ein in Fußballfragen offenbar gut bewanderter Amerikaner klärte seinen Nachbarn in der Schlange am Buffet auf über Vuvuzelas, die das Gedränge inzwischen akustisch untermalten: "Jetzt stell Dir mal vor: Im Sommer haben die in Südafrika ein paar zehntausende von den Teilen in den Stadien." Ein klarer Fall für stärkere Regulierung.
Christian Kirchner
Der Vorsitzende des US-Finanzausschusses im Repräsentantenhaus, Barney Frank, ist als lustiger Vogel bekannt. In Davos nimmt er auf Podien die gewohnte Rolle als Bankenkritiker ein und macht unmissverständlich klar, dass eine stärkere Regulierung unausweichlich sei. Vielleicht ist diese gefühlte Sicherheit auch der Grund, warum Frank bei den Geheimverhandlungen über die künftige Regulierung am Samstag morgen eine ungewöhnliche Lässigkeit an den Tag legte.
Während in einem Seitenflügel des Kongresszentrums am Samstag bereits ab 8 Uhr die wichtigsten Vertreter der Banken, Notenbanken und Aufsichtsbehörden konferierten, nahm sich Frank zwischendurch mal eine Auszeit: Kam heraus, grüßte freundlich die Journalisten, schlenderte durch die Empfangshalle und hatte dort sogar die Zeit, einen Blick in die Morgenzeitungen zu werfen. Obwohl es drinnen hoch her gegangen sein muss - wenn man denn die Versorgung als Maßstab nimmt.
Gleich zweimal fuhren Servicemitarbeiter während der gut zweistündigen Runde ganze Paletten von Süßgebäck und belegten Brötchen hinein, obwohl sich gerade einmal rund 30 Personen im Raum befanden. Immerhin: Barney Frank, war - nach seiner Rückkehr in die Runde - indes auch der einzige Teilnehmer des wohl wichtigsten Meetings der fünf Tage von Davos, der der Presse im Anschluss an das Treffen mit mehr als nur Floskeln wie "Tolle Gespräche!" oder "Sehr konstruktiv verlaufen!" Rede und Antwort stand: Es sei, so seine Zusammenfassung, niemand aufgestanden und habe gesagt: Bitte reguliert uns nicht - und, so Frank, den Banken sei sowieso klar, dass es egal sei, wie sie dazu stünden - die Regulierung werde so oder so kommen.
Christian Kirchner
Wenn sich die ganze Welt in einem Dorf trifft, bleiben Probleme mit den Namen nicht aus. Wie genau schreibt man diesen chinesischen Topmanager? Und wie spricht man den deutschen Wirtschaftsminister Ryner Brooderly aus?
Auch beim prominenten Abschlusspanel zur Weltwirtschaft hat die Regie kleine Schwierigkeiten: STRAUSS-KHAN steht auf einem der Namensschilder. Kommt da der Bruder des Aga Khan? Urenkel des Dschingis Khan? Vetter des Olli Khan?
Am Ende läuft aber doch alles nach Programm: Dominique Strauss-Kahn, der IWF-Chef, nimmt Platz. Von dem spricht der wahre Insider sowieso stets nur im Kürzel: DSK.
Christian Schütte
Das Internet, schwärmte Google -Chef Eric Schmidt  in einem überfüllten Saal in Davos, habe etwas Magisches - weil Dinge möglich würden, die ein Mensch allein gar nicht schaffen könne. Es sei fantastisch, wie sich Menschen inzwischen vernetzen könnten, auch durch soziale Netzwerke. Und während er das sagte, blickte er ins Publikum. "Sehen Sie", sagte Schmidt und zeigte auf einen Mann in der ersten Reihe, "da sitzt der Chef von Twitter." Evan Williams lächelte. Nur wenige Plätze daneben, ebenfalls in der ersten Reihe, saß ein anderer Pionier, der aber unentdeckt blieb. Xing-Gründer Lars Hinrichs.
Nikolaus Förster
Es gibt wohl kaum ein Unternehmen, das in den vergangenen zehn Jahren einen so rasanten Aufstieg hingelegt hat wie Google . Der Umsatz hat längst die 5-Mrd.-$-Marke überschritten, das Verb "googeln" ist in den Wortschatz eingegangen. Vor allem aber: Es ist nirgendwo ein Konkurrent in Sicht, der es mit dem mächtigen Suchmaschinenbetreiber aufnehmen könnte.
Nikolaus Förster
Kursinformationen und Charts
  Google 484,85 USD  [-0.14 -0,03%
Google beschäftigt sich mit sich selbst. Das könnte sich jetzt ändern - seit sich die Amerikaner mit China angelegt haben und erwägen, das Land wegen Zensur und Hackerangriffen zu verlassen. "Endlich hat Google einmal einen richtigen Gegner!", freute sich der amerikanische Kongress-Abgeordnete Edward Markey - und erntete Applaus im Publikum. Nikolaus Förster
Das muss Guido Westerwelle getroffen haben. Es sollte sein großer Auftritt werden, vor den Mächtigen und Reichen dieser Welt. Zum ersten Mal als Minister in Davos. Als Vize-Kanzler gar.
Und dann das. Das Wetter! Sein Flug wurde abgesagt - und so blieb Platz des deutschen Außenministers bei der Diskussion über Afghanistan am Freitagnachmittag frei. Einer schaffte es gerade noch vor ihm - bevor sämtliche Flüge gestrichen wurden: Wirtschaftsminister Rainer Brüderle erreichte gerade noch Davos.
Großen Eindruck hätte Westerwelle wahrscheinlich ohnehin nicht hinterlassen. Der Diskussion in der großen Kongresshalle, die mehr als 1000 Menschen fasst, lauschten - nach der Afghanistankonferenz in London - nur wenige Dutzend Zuhörer.
Nikolaus Förster
Der globale Wettbewerb der Finanzplätze ist auch in Davos ein Thema - vor allem vor dem Hintergrund der 50-prozentigen Boni-Steuer in Großbritannien und damit auch am Finanzplatz London. Naturgemäß wandeln in Davos zahlreiche Betroffene dieser neuen Steuer durch die Gänge. Pikant daran ist, dass ausgerechnet die Schweiz als Gastgeber des World Economic Forums eine populäre Destination für britische Steuerflüchtlinge ist - einige Banken verlagern derzeit Angestellte oder gar ganze Abteilungen von London nach Genf, Zürich oder ins Steuerparadies Zug.
Londons Politstar Boris Johnson - ein Anwalt für Stehpinkler   Londons Politstar Boris Johnson - ein Anwalt für Stehpinkler
Londons Bürgermeister Boris Johnson  nutzte daher seinen Besuch in Davos auch, um Banker von einem Wegzug aus London abzuhalten - mit kreativen Argumenten: "Mir wurde gesagt, dass es Regionen im Kanton Bern gibt, wo ein Mann nach 22 Uhr abends nicht mehr im Stehen pinkeln kann - aus Angst, die Nachbarn zu stören", sagte Johnson nach Angaben der Schweizer Zeitung "20 Min" bei einer Veranstaltung der japanischen Investmentbank Nomura.
Bliebe New York - aber auch das sollten sich die Banker besser dreimal überlegen: Obwohl die Mordraten auf einem Rekordtief seien, sei die Wahrscheinlichkeit, ermordet zu werden, in New York nun einmal dreimal höher als in London, so Johnson.
Christian Kirchner
Zwei Diagnosen gehören zur Davos-Folklore während der Weltwirtschaftsforums: Ein Zimmer zu ergattern sei in Davos und Umgebung völlig unmöglich oder halsabschneiderisch teuer, und der ganze Ort gleiche einem Hochsicherheitstrakt mit aberwitzigen Sicherheitsbestimmungen. Am Freitag kursierten passend dazu Meldungen, nach denen findige Davoser ihre Kammern für stolze 2000 Franken pro Nacht (rund 1400 Euro) vermieten könnten - und dass die amtierende Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer trotzdem kein einziges Zimmer gefunden habe und privat untergeschlüpft sei.
FTD-Reporter staunten daher nicht schlecht, als sie bei der Durchfahrt durch den Davoser Ortsteil Frauenkirch ein Schild "Zimmer frei" am Straßenrand sahen - und ihnen auf neugierige Nachfrage ein Studio zu 200 Franken die Nacht angeboten wurde. In 20 Kilometern Entfernung können Davos-Besucher zudem für knapp die Hälfte unterkommen und kommen bei Hin- und Rückfahrt sogar noch in den Genuss der Schweizer Winterlandschaft - rutschen in der Wertschätzung statusorientierter Gesprächspartner indes merklich ab.
Auch die Sicherheitsbestimmungen sind alles andere als abenteuerlich: Fünf Kilometer vor Davos blicken Polizisten kurz in die Gesichter der Menschen in den Autos und grüßen freundlich, für den Zutritt zu den Konferenzräumen und dem Hotel Belvedere passieren Besucher mit einem World-Economic-Forum-Ausweis eine einzige Schleuse, in der es weit weniger streng, dafür aber auch in größtem Stress deutlich netter zugeht als an jedem europäischen Flughafen.
Immerhin wurde Südafrikas Präsident Jacob Zuma einem um ihn gesponnenen Mythos gerecht - dem der praktizierenden Polygamie. Als sich ein US-Journalist am Donnerstag bei Zuma erkundigte, wie das denn mit den ganzen Frauen so liefe - er sei ja schon mit einer überfordert - gab Zuma unter großem Gelächter brav Auskunft: Er liebe natürlich alle drei seiner Frauen gleich stark.
Christian Kirchner
Die Finanzanalysten, die den Griechen bei ihrem Kampf gegen das fiskalische Ertrinken zuschauen, sind ein abgebrühter Haufen. Ihre kalte Diagnose lautet so:
1. Die Europäer können es sich natürlich nicht wirklich leisten, dass Athen Bankrott anmeldet. Niemand wird die Griechen am Ende ertrinken lassen.
2. Damit sich die Griechen nicht hängen lassen und endlich mit dem Sparen anfangen, muss sie aber erst einmal die Angst packen, kurz vor dem Ertrinken zu stehen.
Kommt irgendjemandem dieses simulierte Ertrinken bekannt vor? Den Zynikern auf den Fluren in Davos schon. Sie sprechen deshalb jetzt davon, dass die Europäer mit den Griechen "fiskalisches Waterboarding" treiben.
Christian Schütte
Es gibt noch Hoffnung für Banker. Aber natürlich wieder einmal nur in Asien. Wie das denn bei ihm in der Heimat sei, ob er noch heil aus einer Whisky-Bar herauskomme, fragte auf einem der Panel am Freitag der Moderator den Chef von Nomura, Junichi Ujiie. Der japanische Banker lächelte dünn und seufzte. Nun ja, es sei schon so, dass man sich bei der Reise nach Davos ziemlich umstellen müsse. Denn: "Bei uns in Tokio, da werden die Banker noch respektiert."
Christian Schütte
Bankenregulierung ist ein ziemlich kompliziertes Thema. Aber im Grunde auch ziemlich einfach. Jedenfalls für Alessandro Profumo, den Unicredit -Chef. Profumo bekennt offen, dass die Finanzwirtschaft derzeit ein massives Reputationsproblem hat. Und er sieht nur einen einzigen Ausweg: "Regulierung ist der Schlüssel, um dieses Reputationsproblem zu lösen." Das sieht ganz nach einer Win-Win-Situation für alle Banker und Politiker aus: Hauptsache es geschieht irgendetwas und es sieht gut aus! Allerdings betont Profumo auch gleich, dass er ein Praktiker und kein Theoretiker sei. "Ich bin in der Küche aufgewachsen."
Christian Schütte
Ab 20 Uhr spielen sich in Davos große Teile des gesellschaftlichen Lebens im Hotel Belvedere ab. Firmen, die etwas auf sich halten, mieten hier Konferenzraeume und veranstalten darin Parties, Empfänge oder Abendessen - natürlich nicht, ohne eine wohlüberlegt zusammengestellte geführte Gästeliste anzulegen. Der Zugang wird von einer Horde Models bewacht, denen junge Männer mit einem Funkknopf im Ohr assistieren.
Drinnen ist es dann meist voll und laut, und es sehen sich Leute, die sich sowieso die ganze Woche auch sehen und fragen sich, wer denn noch so alles da ist. Der Geheimtipp des Hotels ist daher der unscheinbare Keller, in dem die Prüfungsgesellschaft PWC eine Lounge mit dezenter Musik und sanftem Licht eingerichtet hat. Hier ziehen sich viele Davos-Promis zurück, wenn sie ihre Ruhe haben wollen - obwohl das Konzept ironischerweise darin besteht, dass jeder hinein darf und der Zugang ganz unglamourös schlicht gar nicht kontrolliert wird.
Das kommt so gut an, dass Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann  am Mittwoch Abend vergeblich einen Platz suchte. Am Donnerstag unterhielt ein bestens gelaunter Easyjet -Gründer Stelios Haji-Ioannou die halbe Lounge mit Anekdoten und Frotzeleien, während zwei Tische weiter Hessens Ministerpräsident Roland Koch eine Auszeit von der "Frankfurt meets Davos"-Party nahm.
Später zog es Haji-Ioannou dann aber doch noch woanders hin. "Ich gehe jetzt zur McKinsey-Party. Wer kommt mit?", fragte er in die Runde. "Ich bin leider nicht eingeladen", entgegnete eine Dame einen Tisch weiter. "Egal. Hier ist doch niemand irgendwo eingeladen und kommt trotzdem überall rein", definierte der Brite das Party-Prinzip im Belvedere.
Christian Kirchner
Es ist auf diesem Star-Podium viel davon die Rede, dass man den Armen zuhören und den Benachteiligten eine Stimme geben muss: Die sechs Regierungschefs von Mexiko, Kanada, Südkorea, Vietnam, Spanien und Südafrika diskutieren mit "Newsweek"-Editor Fareed Zakaria über die Zukunft der Weltordnung.
Schließlich wird auch dem Publikum drunten im Saal eine Stimme gegeben, und der erste Benachteiligte, der zu Wort kommen darf, heißt: Bill Gates . Er ist offenbar wirklich extrem benachteiligt, denn als er seine Frage stellen soll, breitet sich im Saal eine merkwürdig lange, allmählich beklemmende Stille aus.
Endlich beendet Zakaria diesen krassen Fall von Mikrofondiskriminierung: "Kann irgendjemand Bill Gates vielleicht Technologie geben, die funktioniert?"
Christian Schütte
Man muss sie einfach mögen, die Chinesen! Mögen dafür, dass sie den oft verzweifelten Versuchen vieler Davos-Besucher, ein hochprofessionelles Auftreten vorzugaukeln, eine erfrischende Unbekümmertheit entgegenstellen. So scheiterte am Donnerstag kurz nach Einsetzen kräftigen Schneefalls - ein in Davos Ende Januar nicht als Überraschung zu wertendes Wetterphänomen - ein offensichtlich sommerbereifter Minibus mit chinesischen Schildern und Fahrgästen schon an einem harmlosen Hügel eines Bahnübergangs. Da nutzte auch kein Hupen: Die Schlange schwarzer Limousinen dahinter kam nicht dran vorbei.
Auch dass ihr Vizepräsident Li Keqiang am Nachmittag in seiner Rede zwar viel sprach, aber wenig sagte und noch weniger Neues, hielt ein engagiertes und motiviertes Team des chinesischen Staatsfernsehens nicht davon ab, im Medienzentrum mit der Kamera bewaffnet eine Runde zu drehen: Wie man denn die Rede fand, fragte die CCTV-Truppe mit enthusiastischem Lächeln die verdutzten Medienkollegen, von denen einer gestresster als der andere wirkte, wirken wollte oder zu wirken versuchte.
Ganz und gar nicht unter Druck war hingegen ein weiterer TV-Mann aus dem Reich der Mitte. Der Weg aus dem Medienzentrum in die Kongresshalle war ihm offenbar zu weit oder zu verschneit oder beides: Er filmte die Rede seines Vizes kurzerhand einfach von einem der Fernseher im Medienzentrum ab.
Christian Kirchner
Die Mächtigen der deutschen Energiebranche hat Jürgen Großmann  bei seinem traditionellen Abendessen in Davos versammelt. Neben dem gastgebenden RWE -Chef speisten Eon -Chef Wulf Bernotat , Vattenfall-Chef Lars Josefson und EnBW -Chef Hans-Peter Villis  am Mittwochabend im Nobelhotel Belvedere und damit die Lenker aller vier deutschen Netzbetreiber.
Das von RWE verteilte Plüschtier   Das von RWE verteilte Plüschtier
Dass es dabei nicht zu Absprachen zu Lasten der Kunden kommen konnte, überwachte eine Schar prominenter deutscher Wirtschaftsgrößen. Berater Roland Berger  hielt ebenso seine Augen offen wie Metro -Lenker Eckhard Cordes  und Haniel-Chef Jürgen Kluge, Axel Heitmann von Lanxess  und Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer . Ganz im Bemühen der Energiekonzerne, ihr Öko-Image aufzubessern, schenkte Großmann seinen Gästen ein grünes Kuscheltier mit dem Slogan "voRWEg gehen". Warum nur erinnert das Aussehen des kleinen Tiers an ein Monster?
Guido Warlimont
Zwischen den Sessions wird es auf den Treppen im Labyrinth des Davoser Kongresszentrums meistens ziemlich eng. Und in dem Gedränge und Gewühle kann auch schon mal einer verloren gehen. Alarmierend ist es aber doch, wenn plötzlich eine Frauenstimme verzweifelt ruft: "Presidente! Presidente!" Dann dürfen aber alle aufatmen. Der Anlass ist kein Attentat, sondern nur der kleine Pole Lech Kaczynski (Körpergröße ca. 1,60 Meter) - der im Gewusel in die falsche Richtung losmarschiert ist.
Nikolaus Förster
Das Verhältnis zwischen Schweizern und Deutschen mag wirtschaftlich symbiotisch sein. Zwischenmenschlich läuft es zwischen den beiden Ländern allerdings nicht erst seit den Kavallerie-und-Indianer-Sprüchen des Ex-Finanzministers Peer Steinbrück  nicht immer rund. Der Schweizer Boulevard drischt herzlich gerne auf die in Scharen als Arneitnehmer zugezogenen Nachbarn ein, und Bücher wie "Gruezi Gummihälse" verkaufen sich in der Schweiz wie geschnitten Brot (als "Gummihals" necken Schweizer ihre deutschen Nachbarn, weil sie angeblich immer so devot mit dem Kopf nicken, wenn der Chef was sagt).
In Davos darf sich der Betrachter allerdings aussuchen, ob er ein Gerücht unter Einheimischen als Beleg für die Schweizer Vorbehalte - oder aber Wende in den Beziehungen interpretieren will: Weil Parkplätze in Davos extrem rar sind und überdies überall Parkautomaten auf Fütterung warten, hat der Ordnungsdienst knöllchentechnisch alle Hände voll zu tun. Hartnäckig glauben aber die Davoser, dass die Ordnungshüter bei den deutschen Kennzeichen mit dem "Greener Davos"-Button (siehe Eintrag vom 27.1. "CO2-Polizei") stets ein Auge zudrücken, während bei den Davosen zur Zeit der sich während der WEF-Tage dramatisch zuspitzenden Parkplatznot weiter abkassiert wird.
Und dass Davos mit deutschen Kennzeichen überflutet wirde, dafür sorgt alleine schon die Marktstellung deutscher Autovermieter am Flughafen Zürich sowie die Tatsache, dass die komplette Chauffeurflotte mit Hamburger Kennzeichen umherrollt. Offen bleibt nun allerdings, ob die Ordnungshüter tatsächlich ein Herz für Gäste haben - oder aber die Davoser schlicht empfänglich für böse Gerüchte sind, in denen die Deutschen mal wieder die Profiteure und sie selbst die Dummen sind.
Christian Kirchner
Was macht glücklich? Klar, dass die Organisatoren zur Lösung dieser Frage aller Fragen auch Geistliche nach Davos geladen hatten. Religion, beteuerte Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, vor einer Runde von Managern, mache glücklicher. Das hätten wissenschaftliche Studien belegt. Den amerikanischen Ökonom Richard Thaler, Autor des Bestsellers "Nudge", konnte das nicht überzeugen. Das sei zu vage. Vielleicht lägen die besseren Werte doch eher am Wein. Lachte und trank weiter.
Nikolaus Förster
Wer ist an der Krise schuld? Der Kapitalismus? Die Natur des Menschen? Oder trägt jeder Einzelne eine persönliche Verantwortung? Thomas H. Glocer, Chef des Medienkonzerns Thomson Reuters, machte sich in Davos für die letzte Lesart stark.
Er illustrierte das an einem schlagenden Beispiel: Wenn man im Hotel morgens in die Dusche steige und ausrutsche, könnten einem zwei Gedanken durch den Kopf schießen. Kann ich jetzt den Schweizer Hersteller oder das Hotel verklagen? Oder - seine eigene Variante - was bin ich eigentlich für ein Trottel?
Nikolaus Förster
Optimismus ist in Davos eigentlich Pflicht - aber man kann ja heutzutage nie wissen. Risikoanalyse ist das große Thema 2010. Und Risiken gibt es nicht nur an den Finanzmärkten.
Einen Blick in die wahren Abgründe wirft das Dinner zu "Piraterie und Pandemien. Von alten zu neuen Gefahren". Sinnigerweise findet es in einer engen Kellerstube namens "La Cave" statt, zu der es gefühlte 200 Treppenstufen hinab geht. Was bei Moderator Gideon Rachman gleich apokalyptische Assoziationen auslöst: "Das erinnert mich hier irgendwie an einen Atombunker."
Am Ende kehrt man aber doch mit einigen beruhigenden Informationen aus der Tiefe zurück. Kim Jong-Il und seine Nordkoreaner sind eigentlich ganz vernünftig, so war zu erfahren. Und die Chinesen haben sich inzwischen so an Wohlstand und Wachstum gewöhnt, dass sie in wenigen Jahren das Kriegführen verlernt haben werden.
Christian Schütte
Wie denn der Konsument der Zukunft aussehe, fragten sich Unternehmer in Davos. Auf jeden Fall weiblich, beharrte Lars Olofsson , Chef von Carrefour , dem zweitgrößten Einzelhandelskonzern der Welt.
Die Rolle der Frau bei Kaufentscheidungen werde ständig unterschätzt. Sie sei "eine wilde, gutmütige Jägerin", auf der Suche nach dem besten Deal, "gerissen und smart." Sie schätze es, wenn ihr das Einkaufen leicht gemacht werde. Vor allem aber zeichne sie sich durch eine wichtige Charaktereigenschaft aus: ihre Treue. Das gelte allerdings nur für Marken, nicht für die Ehe, scherzte Olofsson.
Nikolaus Förster
Um die Debatten, ob China denn nun seine heimische Währung Yuan bald aufwerten wird, kommen die zahlenmäßig in Davos eher schwach vertretenen Chinesen auch auf dem World Economic Forum nicht herum.
Der Sitz des chinesischen Staatsfernsehens in Davos   Der Sitz des chinesischen Staatsfernsehens in Davos
Kein Aufwertungspotenzial mehr hat hingegen der Sitz der chinesischen Staatsfernsehens. Und provoziert damit in Davos unter Medienvertretern annähernd so viele Debatten wie die chinesische Währung: Während sich die meisten Sendestationen auf dem knapp bemessenen Platz auf dem Dach eines Schwimmbads buchstäblich auf den Füßen stehen und selbst Vorstandsvorsitzende von Milliardenkonzernen bisweilen am Ortsrand wohnen müssen, haben die Chinesen vis-a-vis zum Kongresszentrum an der Hauptstraße und damit in allerbester WEF-Lage kurzerhand ein ganzes Haus angemietet.
Um den weder in Yuan und Dollar aufzuwiegenden Prestigegewinn auch gebührend zu würdigen, haben sie zudem wenig bescheiden den stolzen Mieter auch gleich über den eigens gesicherten Eingang geschrieben und eine chinesische Flagge daneben gehisst.
Christian Kirchner
Wer sich per Auto nach Davos aufmacht, staunt derzeit nicht schlecht, wie weit es inzwischen mit den Sicherheitsbestimmungen gekommen ist: Auf dem Hauptzufahrtsweg aus Richtung Zürich gibt es schon 20 Kilometer vor Davos die erste Kontrolle der Fahrzeuge. Gefilzt werden die Autos dabei aber nicht nach Plastik-, sondern nach ökologischem Sprengstoff.
Denn die Veranstalter haben sich entschieden, im Zuge ihrer Initiative "Greener Davos" nur noch Fahrzeuge in das Tal hineinzulassen, die maximal 9 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen und maximal 230 Gramm CO2 pro Kilometer auspusten. Wer allerdings glaubt, dem automobilen Schaulaufen sei damit ein Ende gesetzt, irrt: Gut informierte Davos-Reisende robben sich so dicht es irgend geht an die Limits heran.
Und so kreuzen in diesem Jahr auffällig viele Mercedes S350 CDI über die vereisten Straßen (8,0 Liter/211 Gramm), haarscharf unter den Grenzen bleibt auch die dickste Dieselvariante des BMW-SUV-Modells X5 (210 Gramm/8,2 Liter).
Den Vogel schießt allerdings Audi ab - insgesamt 86 Audi A8L 3.0 TDI (8,6 Liter, 224 Gramm) fahren die Delegierten des Weltwirtschaftsforums durch die derzeit meist böse vereiste Gegend. Und darüber ist Audi so begeistert, dass die Ingolstädter die Welt sogar aufgeregt per Pressemitteilung wissen lassen: Audi-Flotte qualifiziert sich für das "Greener Davos"-Konzept. Übrigens: Die allerorten knatternden Hubschrauber werden nicht geprüft.
Christian Kirchner
Wer würde nicht gerne wissen, welche neuen Krisen der Welt drohen? In Davos jedenfalls viele, deshalb bildete sich am Mittwoch morgen schon eine halbe Stunde vor Beginn der Debatte "The Next Global Crisis" eine Menschentraube von dem Eingang in den nur 200 Plätze umfassenden Saal "Sanada" im Kongresszentrum Davos. Zumindest tagsüber sind in Davos alle Besucher gleich. Also steht US-Computerunternehmer Michael Dell (Privatvermögen laut letzter Forbes-Rangliste: 12,3 Mrd. $) brav in der Schlange hinter dem FTD-Reporter (Privatvermögen laut letztem Kontoauszug: 1850 Euro).
Kurz vor Dell schließt sich allerdings die Tür. Drinnen verpasst er einen äußerst schlagfertigen indischen Unternehmer Anand Mahindra. Der plaudert freimütig aus, wie die USA mit dem für seinen Protektionismus bekannten Indien verhandelt habe: Indien möge doch bitte den Import von Harley-Davidson-Motorrädern erleichtern - im Gegenzug wolle man Indien beim Export von Mangos in die USA entgegen kommen. Der Deal wurde abgeschlossen - und lief für Indien weniger gut als für die USA. "Die haben jetzt die Mangos, wir die Hells Angels im Land."
Christian Kirchner
In den Sälen des Davoser Kongresszentrums diskutieren Größen aus Wirtschaft und Politik über die Verbesserung der Welt, auf den Gängen aber sorgt der Tod des Sicherheitschefs des Weltwirtschaftsforums (WEF) für Gesprächsstoff. Markus Reinhardt, der Polizeichef des Kantons Graubünden, war am Tag vor dem Start des Forums Tod in seinem Davoser Hotelzimmer aufgefunden worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, aber vermutlich hat sich der 61-Jährige selbst getötet. Schweizer Medien spekulieren über Alkoholprobleme oder die psychischen Folgen eines Befehls zum "finalen Rettungsschuss", den Reinhardt im Jahr 2000 bei einem Amoklauf gab, als Gründe für den Suizid. Tatsächlich gibt es bisher jedoch keine gesicherten Erkenntnisse.
Ein solcher Vorfall und die damit verbundene Unsicherheit ist etwas, was die WEF-Organisatoren gar nicht gebrauchen können. Im Vertrauen auf das Konzept von Schweizer Polizei und Militär bewegen sich innerhalb des WEF-Sicherheitsbereichs Top-Manager wie Deutsche Bank -Chef Josef Ackermann  oder führende Politiker ohne die sonst üblichen Sicherheitskräfte. Das Bergstädtchen ist nur durch Polizei-Kontrollpunkte zu erreichen, Stacheldraht, Scharfschützen und Militärfahrzeuge gehören zum Stadtbild. Tausende Polizisten und Soldaten sind im Einsatz.
Der Sicherheitsaufwand, der für Davos getrieben wird, und den Reinhardt - seit 1984 Polizeichef in Graubünden - koordinierte steht in der Schweiz immer wieder in der Kritik. Reinhardts Tod lässt die Diskussion einen Moment pausieren.
Guido Warlimont
RWE -Chef Jürgen Großmann  ist Stammgast in Davos. Seit Jahren fährt er in die Berge - und nutzt das Stelldichein der Promis zum Netzwerken und Feiern. An einem Abend lädt er selbst ein - eine handverlesene Schar. "Man muss sich das mal vorstellen", echauffierte sich ein deutscher Topmanager, der in diesem Jahr nicht auf der Gästeliste stand. "Mitten in den Bergen serviert der Mann Hummer." Das sei doch absurd. Keineswegs, entgegnete ein Schweizer, der in den Bergen groß geworden ist. "Hummerpartys gibt es hier in Davos seit 100 Jahren. Das ist quasi eine regionale Spezialität."
Nikolaus Förster
Sie haben in der Krise allesamt verloren, die indischen Milliardäre, die es gewohnt waren, in der Forbes-Liste von Jahr zu Jahr nach oben zu steigen. Allein Mukesh Ambanis Vermögen ist um 23 Mrd. $ geschrumpft, Kumar Birlas immerhin um sechs. Auch der Mahindra-Clan ist nicht ungeschoren davon gekommen. Den winterlichen Abstecher nach Davos lassen sich die Inder dennoch nicht entgehen.
Er fühle sich in diesen Tagen nicht recht wohl in seiner Haut, gestand ein Mitglied des traditionsreichen Bajaj-Clans auf einem Empfang seiner indischen Landsleute - und stahl sich früh davon. Erst vergangene Woche präsentierte Shekhar Bajaj die Geschäftszahlen: Bajaj Electricals hatte den Umsatz um 39 Prozent gesteigert. Nettogewinn: plus 80 Prozent.
Nikolaus Förster
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