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Merken   Drucken   06.12.2012, 12:58 Schriftgröße: AAA

Anschuldigungen in den USA: HSBC will sich von Geldwäsche-Vorwurf freikaufen

Ein Ausschuss des US-Senats hat festgestellt, dass die HSBC Kunden über Jahre half, fragwürdige Gelder aus Ländern wie Iran und Syrien zu transferieren. Damit die Geldwäsche-Vorwürfe vom Tisch kommen, ist die Bank bereit, 1,8 Mrd. Dollar zu zahlen.
© Bild: 2012 Bloomberg/Chris Ratcliffe
Ein Ausschuss des US-Senats hat festgestellt, dass die HSBC Kunden über Jahre half, fragwürdige Gelder aus Ländern wie Iran und Syrien zu transferieren. Damit die Geldwäsche-Vorwürfe vom Tisch kommen, ist die Bank bereit, 1,8 Mrd. Dollar zu zahlen.

Europas größte Bank HSBC wird Insidern zufolge wohl 1,8 Mrd. Dollar zahlen, um in den USA Geldwäsche-Vorwürfe aus der Welt zu schaffen. Drei mit der Situation vertraute Personen sagten, die Einigung mit den US-Ermittlern könnte bereits nächste Woche verkündet werden. Die Gespräche darüber seien in den vergangenen Monaten vorangetrieben worden.

HSBC  wollte die bevorstehende Einigung noch nicht bestätigen: "Wir kooperieren mit den Behörden, und die Untersuchungen dauern an", sagte ein Bank-Sprecher. Der Inhalt der Gespräche sei vertraulich.

Das weltweit aktive Geldhaus hatte Anfang November 1,5 Mrd. Dollar zurückgelegt, um für mögliche Strafen im Zusammenhang mit den Geldwäsche-Vorwürfen gerüstet zu sein. HSBC-Chef Stuart Gulliver rechnet nicht nur mit Schadenersatzklagen, sondern auch mit strafrechtlichen Konsequenzen. Ein Ausschuss des US-Senats hatte im Juli nach einjähriger Untersuchung festgestellt, dass die Bank Kunden über Jahre half, fragwürdige Gelder aus Ländern wie Mexiko, dem Iran, Saudi-Arabien und Syrien zu transferieren. HSBC hat sich dafür entschuldigt.

  • Reuters, 06.12.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
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