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"Ich kann keine Bank nennen, die das gewerbliche Immobiliengeschäft langfristig wirklich profitabel betreibt. Es ist ein Geschäftsmodell, das nicht läuft", sagt Dieter Hein, Bankanalyst bei Fair Research. Das Geschäft mit Immobilien ist extrem schwankungsanfällig, und auf dem Markt konkurrieren eine Vielzahl von Akteuren. Die Margen sind daher so niedrig, dass jene, die sich nicht über günstige Kundeneinlagen refinanzieren, früher oder später ihre Risikokosten nicht decken.
Das wurde etwa der HRE-Tochter
Depfa zum Verhängnis, die vor der Krise langfristig Geld verlieh und sich kurzfristig an den Märkten refinanzierte, bis das in den Marktturbulenzen plötzlich nicht mehr möglich war. Andere Refinanzierungswege stehen auch jetzt kaum offen - selbst wenn sich
Deutsche Bank und Commerzbank bald wieder mit Immobilienverbriefungen an den Markt wagen wollen.
Gerade in Deutschland haben es reine Immobilienfinanzierer ohne Kundeneinlagen schwer, gegen Banken anzukommen: "Hier konkurriert die private Hypothekenbank mit der Sparkasse um die Ecke. Da bekommt ein Anleger 0,8 Prozent für sein Geld und die Bank verleiht es für 3,5 oder vier Prozent an einen Bauherrn. Das ist eine auskömmliche Marge, wenn ich die Risiken im Griff habe", so Hein.