Der Freistaat hatte für die Stützung in der Krise 10 Mrd. Euro auf den Tisch legen müssen. Dass die Sparkassen bisher nur über den weitgehenden Verlust ihres Eigenkapitals beansprucht wurden, obwohl sie bei einer BayernLB-Pleite auch weitere Einlagen verloren hätten, widerspricht laut Brüssel dem Wettbewerbsrecht. Die EU hatte daher damit gedroht, zusätzlich ein Beihilfeverfahren gegen die Sparkassen zu eröffnen. Zuletzt hatte auch die Staatsregierung gedrängt, dass die Sparkassen stärker ins Risiko gehen: Sie sollen 840 Mio. Euro an stillen Einlagen in der Landesbank in Kernkapital wandeln und der BayernLB deren Landesbausparkasse (LBS) abkaufen. Künftig wären sie dann wieder stärker an der Landesbank beteiligt.
Dem Vernehmen nach wollten die Sparkassen zuletzt aber nur 400 Mio. Euro wandeln. Auch was den Wert der LBS anbelangt, gehen die Meinungen auseinander: Während die Sparkassen die LBS auf höchstens 700 Mio. Euro schätzen, kommt die BayernLB auf bis zu 1,2 Mrd. Euro. Zudem sind die stillen Einlagen ungleich auf die unterschiedlich profitablen Sparkassen verteilt, was ausgeglichen werden muss. Im Umfeld des Finanzministeriums hieß es neulich jedoch, dass sogar die 13 schwächsten Sparkassen nach einem Lastenbeitrag noch Eigenkapitalquoten von mehr als 10,5 Prozent erreichen würden. Wie hoch die durchschnittliche Eigenkapitalquote der Häuser ist, sagt der Verband aber nicht.
Einen Termin für weitere Spitzengespräche oder für eine Verbandsversammlung - das beschlussfassende Gremium der Sparkassen - gibt es laut Zellner noch nicht. Gleichwohl macht der Präsident schon Pläne für die Zeit danach: "Ich dränge darauf, dass die Träger die Landesbankenkonsolidierung vorantreiben, sobald das Beihilfeverfahren abgeschlossen ist." Man habe schon vor der Krise eine Südbank mit der Landesbank Baden-Württemberg befürwortet. "Ich kann mir gut vorstellen, dass auf diesem Wege Synergien gefunden werden, die auch uns dienen werden", sagte er. Zuletzt waren jedoch alle großen Fusionsversuche unter Landesbanken gescheitert.