Deutsche Banken haben sich auch im März von griechischen Staatsanleihen getrennt. Die Bestände seien von 10,3 Mrd. Euro im Februar auf 9,9 Mrd. Euro gesunken, teilte die Bundesbank am Dienstag mit. Dies waren 4,5 Mrd. Euro weniger als ein Jahr zuvor. Mindestens die Hälfte davon geht auf Verkäufe zurück. Das zeigen Zahlen der EU-Kommission.
Die Daten entkräften das zuletzt von Banklobbyisten geäußerte Argument, wonach die Institute vor allem deswegen weniger Anleihen halten, weil Athen zwar Milliarden an seine Gläubiger auszahlte, im Gegenzug aber keine neuen Anleihen mehr begibt. Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), hatte am Samstag im Deutschlandfunk gesagt, die Institute hätten sich an die Verabredung vom Mai 2010 gehalten, Kreditlinien und Anleihen gegenüber Griechenland aufrechtzuerhalten.