Schuldenkrise:Fitch droht Deutscher Bank mit Herabstufung
Mit voranschreitender Schuldenkrise beurteilt die Ratingagentur die Ausblicke verschiedener großer Geldinstitute schlechter. Sie prüft das Rating der Deutschen Bank wie auch das einiger US-Großbanken. Die Agentur S&P wiederum stuft Spanien um eine Stufe herab.
Die Ratingagentur Fitch hat zu einem Rundumschlag in der Bankenbranche ausgeholt. Sie überprüft mehrere Großbanken auf eine mögliche Herabstufung, darunter auch die Deutsche Bank.
Auf der Beobachtungsliste der Ratingagentur steht auch die Bank of America
Zu den Geldhäusern, die auf der Beobachtungsliste mit einem negativen Vorzeichen stünden, gehörte auch die US-Kreditinstitute Bank of America, Morgan Stanley und Goldman Sachs. In Europa würden außerdem die Viability Ratings und langfristige Emittenten-Ratings von Barclays Bank, BNP Paribas, Credit Suisse und Societe Generale auf eine Abwertung hin geprüft.
Das langfristige Emittenten-Rating der Schweizer Bank UBS wurde auf A von A+ reduziert. Hintergrund der Beurteilungen seien die derzeitigen wirtschaftlichen Herausforderungen sowie Änderungen bei der Regulierung, hieß es zur Begründung.
In einer separaten Mitteilung stufte Fitch die langfristigen Emittenten-Ratings der Landesbank Berlin und der Berlin-Hannoverschen Hypothekenbank auf A+ von AA- mit stabilen Ausblick herab.
Die Agentur Moody's senkte das Finanzstärke-Rating der NordLB von C- auf D+. Der Ausblick für das Geldinstitut sei allerdings hochgestuft worden. Das Langfristrating Aa2 bleibe weiter auf der Beobachtungsliste für eine mögliche Herabstufung. Zudem stufte die Agentur das Finanzstärke-Rating der zur NordLB gehörenden Deutschen Hypothekenbank auf D mit negativen Ausblick herunter.
Damit wächst der Druck auf die Euro-Zone, zügig eine umfassende Lösung für die Schuldenkrise vorzulegen. Nach Fitch beurteilt auch Standard and Poor's die Zuverlässigkeit Spaniens bei der Rückzahlung seiner Schulden schlechter. Die Ratingagentur stufte die Kreditwürdigkeit der viertgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone am Freitag um eine Note herunter auf AA-. Wie Fitch schloss auch S&P eine weitere Verschlechterung nicht aus und setzte den Ausblick auf negativ.
Die Agentur begründete ihren Schritt unter anderem mit der hohen Arbeitslosigkeit, einer zunehmenden Kreditklemme sowie der hohen Verschuldung des Privatsektors in dem Land. Als weitere Gefahr nannten die Experten die absehbare Abkühlung der Konjunktur. "Trotz der Anzeichen für eine gewisse Widerstandsfähigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung 2011, sehen wir wachsende Risiken für das Wachstum Spaniens", hieß es in der Erklärung.
Die Arbeitsmarktreform der Regierung sei noch nicht abgeschlossen und die spanische Finanzbranche werde durch den wachsenden Umfang an "problematischen Vermögenswerten" geschwächt, teilte die Agentur mit.
Die wachsenden Zweifel an der Finanzkraft Spanien versetzten dem Euro in Fernost einen Rückschlag. Die Gemeinschaftswährung wurde am Freitag mit 1,3741 Dollar gehandelt. Er blieb damit dennoch auf Kurs für das größte Plus binnen einer Woche seit Januar. Seit Montag hat der Euro insgesamt um 2,5 Prozent zugelegt.
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