Finanzspritze:Washington hilft Autobauern mit Milliarden
Nach der Finanzbranche erhalten auch die kriselnden US-Autobauer Milliardenhilfen: Der Senat hat ein Paket mit zinsgünstigen Krediten für die Produktion benzinsparender Fahrzeuge verabschiedet. Auch Ölbohrungen vor US-Küsten sind nun erlaubt.
Das Darlehenspaket in Höhe von 25 Mrd. $ soll Unternehmen wie die Opel-Mutter General Motors, Ford und Chrysler LLC dabei helfen, benzinsparende Fahrzeuge und Lastwagen zu bauen und damit den Spritverbrauch wie geplant bis 2020 um 40 Prozent zu senken. Zur Absicherung der Kredite will die Regierung 7,5 Mrd. $ an Steuergeldern einsetzen. Das Paket ist Teil eines Haushaltsgesetzes, das vom Senat am Samstag mit 78 zu 12 Stimmen gebilligt wurde. Es umfasst insgesamt Ausgaben in Höhe von 630 Mrd. $. Die Unterschrift von US-Präsident George W. Bush wird noch vor Monatsende erwartet.
Die Hilfen sind der erste staatliche Eingriff in die US-Autoindustrie seit der Rettung von Chrysler 1980. Deutsche Hersteller haben die Finanzspritze als wettbewerbsverzerrend kritisiert - dagegen hoffen Zulieferer auf neue Aufträge.
Unter dem Druck immer höherer Benzin- und Energiepreise hat der US-Senat außerdem die umstrittenen Bohrungen nach Öl vor der Atlantik- und der Pazifikküste freigegeben. Die Aufhebung des seit einem Vierteljahrhundert bestehenden Verbots bedeutet einen Sieg für die Republikaner.
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