Die italienische Banca Monte dei Paschi di Siena will noch in diesem Jahr zusammen mit dem Finanzministerium Anleihen im Volumen von 1,5 Mrd. Euro auflegen. Bis zum Ende der Hilfsaktion sollten mit den Einnahmen Bonds des drittgrößten Instituts Italiens im Nennwert von 3 Mrd. Euro zurückgekauft werden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Regierung hatte der in Zahlungsschwierigkeiten steckenden ältesten Bank der Welt am Dienstag eine staatliche Geldspritze von bis zu 2 Mrd. Euro zugesagt.
Der Bank fehlen zwischen 1,3 und 1,7 Mrd. Euro, um die Eigenkapitalanforderungen der europäischen Bankenaufsicht EBA zu erfüllen. Die Aktie der Bank stieg zu Handelsbeginn um bis zu vier Prozent, bevor sich der Aufschlag auf rund zwei Prozent verringerte.
Angesichts der schwierigen Lage kündigte Monte dei Paschi zudem den Abbau von 4600 Stellen oder 15 Prozent der Belegschaft an. 400 Filialen sollen geschlossen werden. Das sind mehr als zehn Prozent. Außerdem plant die Bank eine Kapitalerhöhung im Volumen von bis zu 1 Mrd. Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren. Die Aktionäre würden um das Mandat dafür gebeten, teilte die Bank mit.
Für die nächsten Jahre rechnet Monte dei Paschi mit sinkenden Einnahmen: Sie würden voraussichtlich bis 2015 um jährlich je ein Prozent geringer ausfallen, hieß es. Für 2015 sagte das Management einen konsolidierten Nettogewinn von rund 630 Mio. Euro voraus.
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